Carsharing 2.0: Ideenwerkstätten zeigen neue Wege der Mobilität

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Carsharing 2.0: Ideenwerkstätten zeigen neue Wege der Mobilität

Im April 2026 fanden in Thalgau, St. Lorenz und Fuschl am See Ideenwerkstätten im Rahmen des Projekts „Carsharing 2.0“ statt. Ziel war es, konkrete Weiterentwicklungsmöglichkeiten für bestehende und neue Standorte zu erarbeiten und die nächsten Umsetzungsschritte zu definieren.

Dabei zeigte sich klar: Carsharing wird in allen Gemeinden als sinnvolles Mobilitätsangebot gesehen – die Wirtschaftlichkeit hängt jedoch stark von der Auslastung ab. Schon wenige zusätzliche Nutzer:innen sowie eine regelmäßige Verwendung der Autos können entscheidend zur Kostendeckung beitragen. Herausforderungen bestehen aktuell vor allem in der noch zu geringen Auslastung, laufenden Restkosten für Gemeinden sowie fehlenden Betreuungsstrukturen.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass es zahlreiche Chancen für eine Weiterentwicklung gibt. Besonders großes Potenzial bieten Energiegemeinschaften als Partner und Multiplikatoren („Strom teilen – Auto teilen“). Auch die Kombination mit bestehenden Ressourcen – etwa Gemeindefahrzeugen, Ladeinfrastruktur oder PV-Anlagen – kann die Effizienz deutlich steigern.

In Thalgau liegt der Fokus auf der besseren Auslastung des bestehenden Angebots sowie der stärkeren Einbindung der Energiegemeinschaft. In
St. Lorenz wird Carsharing vor allem im Zusammenhang mit neuen Wohnbauprojekten gedacht, ergänzt durch innovative Modelle wie die Kombination mit Kindergarten & Betreubaren Wohnen sowie Taxiangeboten. Fuschl am See setzt auf die Optimierung des bestehenden Systems, die Einbindung zusätzlicher (Gemeinde-) E-Fahrzeuge und die verstärkte Ansprache von Einheimischen und Gästen mithilfe eines besseren Marktings .

Im Anschluss an die Ideenwerkstätten machte die Carsharing 2.0-Roadshow in Fuschl am See Station. Hinter dem Gemeindeamt versammelten sich einige E-Auto-Interessierte, um eine Live-Demonstration zum Thema bidirektionales Laden zu erleben. Dabei wurde anschaulich gezeigt, wie E-Autos nicht nur Strom verbrauchen, sondern auch als flexible Stromspeicher ins Energiesystem zurückspeisen können. Gerade im Carsharing bietet diese Technologie großes Zukunftspotenzial, da Fahrzeuge einen Großteil der Zeit ungenutzt stehen und so aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen könnten.Wenn du willst, kann ich den Stil noch stärker an eure bestehende Website anpassen (z. B. formeller oder lockerer

Ein zentrales Ergebnis aller Termine an diesem produktiven Tag: Neue Modelle – etwa die Kombination von Carsharing mit Gemeindediensten oder Taxiangeboten – können die Wirtschaftlichkeit verbessern und die Nutzung erhöhen. Zudem sind Wohnbauprojekte wichtige Ansatzpunkte für die Zukunft, erfordern aber eine frühzeitige Integration.

In den kommenden Monaten werden in allen drei Gemeinden - allesamt Pilotstandorte im Rahmen des Vorbildprojektes - konkrete Maßnahmen umgesetzt – von gezielter Öffentlichkeitsarbeit über neue Anreizsysteme bis hin zur Prüfung innovativer Betriebsmodelle. Ziel bleibt es, Carsharing als nachhaltige und alltagstaugliche Mobilitätslösung in der Region weiter zu stärken.

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Ein besonderer Mehrwert des Projekts liegt in der gelungenen Zusammenarbeit der Projektpartner: Der Carsharing-Verein Österreich und das Raumplanungsbüro im-plan-tat arbeiten eng mit den Klima- und Energiemodellregionen Mondseeland und Salzburger Seenland zusammen. Diese Kooperation ermöglicht wertvollen Wissensaustausch, gebündelte Kompetenzen und eine koordinierte Weiterentwicklung des Themas in der Region.
Ein großer Dank gilt allen Beteiligten für ihr Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit!

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