„Wie geht’s, Alter?“ – Eine Wanderausstellung bewegt die Region
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Nachlese: Drei Standorte, ein Thema, viele Gespräche
Im Juni und Juli 2026 machte die Wanderausstellung „Wie geht’s, Alter? Gemeinsam Räume für die Zukunft schaffen“ des afo architekturforum oberösterreich an drei Standorten in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden Station: im Gemeindeamt Timelkam (9.–18. Juni), im Rathaussaal Ebensee (23. Juni–1. Juli) und in der Schlossgalerie Mondsee (3.–12. Juli). Wer kam, war begeistert – und das Begleitprogramm zeigte, wie breit und lebendig das Thema in der Region verankert ist.
„Nur wer versteht, was im Alter auf einen zukommt, ist bereit, frühzeitig Lösungen zu suchen.“
— Ausstellungstext „Wie geht’s, Alter?“
Jeder Standort brachte seinen eigenen Schwerpunkt mit. In Timelkam standen das Konzept des 15-Minuten-Dorfes und die Frage der Altersarmut – besonders von Frauen – im Mittelpunkt. Zum Abschluss lud der „Marktplatz der Möglichkeiten“ zum Austausch mit regionalen Initiativen ein und zeigte, was es an Unterstützung bereits vor Ort gibt.
In Ebensee eröffnete Tarek Leitner mit der Frage „Wie wollen wir alt sein? – Glückliche Orte und warum wir sie erschaffen sollten“ und setzte damit den Ton für eine Woche voller Impulse. Highlight war die Exkursion zu gelungenen Praxisbeispielen im Mühlviertel – u. a. nach Kleinzell, wo eine Gemeinde mit viel Engagement und breiter Beteiligung der Bevölkerung ein nachahmenswertes Wohnprojekt für ältere Menschen verwirklicht hat. Die Finissage mit Kriemhild Büchel-Kapeller „Ein gutes Leben und was wir dazu beitragen können“ rundete den Standort persönlich und stimmungsvoll ab.
Mondsee überraschte mit der vielleicht breitesten Programmpalette: von Yoga, Gedächnistraining und Rollstuhltraining über einen Baukulturstammtisch mit dem Architekturforum OÖ und eine Ü60-Disco bis hin zu Vorträgen über Frauengesundheit, Demenz und Medikamente im Alter – die Schlossgalerie wurde zum echten Treffpunkt für alle Generationen.
Auch die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Mondseeland leistete einen Beitrag zum Gelingen der Ausstellung und des Begleitprogramms. Das Thema passt inhaltlich hervorragend zu den Zielen der KEM: Eine vorausschauende Siedlungs- und Raumplanung, der ressourcenschonende Umgang mit Boden und Wohnraum, kurze Wege sowie barrierefreie und klimafreundliche Mobilität tragen wesentlich zu einer nachhaltigen und lebenswerten Region bei. Ebenso gewinnen gemeinschaftliche Wohnformen und die effiziente Nutzung bestehender Wohnräume angesichts des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung. Die KEM organisierte gemeinsam mit dem afo architekturforum oberösterreich den Baukulturstammtisch sowie mit der "Nussschrauberin" Bettina Nussbaumer das E-Bike-Fahrsicherheitstraining. Darüber hinaus unterstützte die KEM-Managerin die Podiumsdiskussion zum Thema Wohnraumbedarf, das Rollstuhltraining des Roten Kreuzes mit dem Schwerpunkt Barrierefreiheit und Mobilität sowie die Bewerbung und Öffentlichkeitsarbeit der Ausstellung.
Eines hatten alle Standorte noch gemeinsam: Das Thema bewegt die Menschen – und der Wunsch, die eigene Zukunft aktiv mitzugestalten, ist groß. Schon ab Mitte 30, wenn Häuser gebaut oder umgebaut werden, lohnt sich der Vorausblick: Wer mögliche Anpassungen fürs Alter gleich mitdenkt, schafft sich die Freiheit, später selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.
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Ihr habt eine Idee dazu? Jetzt weitermachen: Projektlabor am 23. September 2026 Die Ausstellung war ein Startschuss. Wer eine eigene Idee mitgebracht oder entwickelt hat, bekommt jetzt die Chance, den nächsten Schritt zu gehen: Im Projektlabor „Wie geht’s, Alter?“ können Ideen zu Wohnen und Leben im Alter konkretisiert, Gleichgesinnte gefunden und erste Umsetzungsschritte angegangen werden – offen, konstruktiv und auf Augenhöhe. 23. September 2026, 18–21 Uhr · OKH – Offenes Kulturhaus Vöcklabruck · Eintritt frei, Anmeldung einer Projektidee bis 15. August an zusammenhalt(xmsAt)vrva(xmsDot)at. Anmeldung zur Veranstaltung als Gleichgesinnter bis Mitte September 2026 über die Website www.vrva.at/wiegehtsalter |
Die Ausstellung wurde im Rahmen eines LEADER-Kooperationsprojekt der Regionen Vöckla-Ager, Traunsteinregion, Fuschlsee-Mondseeland und Inneres Salzkammergut durchgeführt. Kofinanziert von Bund, Land und Europäischer Union.
Fotocredit: Klaus Krumböck